Wenn Tiere konferieren – und Statik mitdenkt
Bei der „Tierkonferenz“ der Künstlerin Nicole Peters treffen sich Giraffe, Eisbär, Tiger & Co. zu einem etwas ungewöhnlichen Austausch – ruhig, liegend, manchmal neugierig, manchmal entspannt. Jede Figur wirkt, als hätte sie gerade ihren eigenen Standpunkt in die Runde eingebracht. Was dabei leicht und fast spielerisch erscheint, ist in Wirklichkeit das Ergebnis aus sorgfältiger Planung und viel Liebe zum Detail.
Unsere Aufgabe als Ingenieurbüro Roll war es, den tierischen Skulpturen ein stabiles „Innenleben“ zu geben. Die filigranen Rabitzkonstruktionen bringen besondere Herausforderungen mit sich: schlanke Formen, unterschiedliche Körperhaltungen und teils komplexe Geometrien. Damit die Figuren dauerhaft sicher stehen, wurden individuelle Tragstrukturen entwickelt und passgenaue Fundamentlösungen ausgearbeitet – natürlich unter Berücksichtigung von Wind, Eigengewicht und Nutzung im öffentlichen Raum.
Besonders spannend war dabei die Zusammenarbeit zwischen Kunst und Technik. Jede Skulptur erzählt ihre eigene kleine Geschichte und bringt damit auch ganz eigene statische Anforderungen mit sich. Genau hier entsteht der Reiz solcher Projekte: Wenn kreative Ideen auf ingenieurtechnische Realität treffen – und beides am Ende zusammenpasst.
Oder anders gesagt: Während die Tiere in Ruhe konferieren, haben wir im Hintergrund dafür gesorgt, dass sie das auch langfristig ganz entspannt tun können.